DS012 - Variablen

Automic Variablen: Die Grundlagen der dynamischen Automatisierung
Im Bereich des Centralized Workload Automation sind Variablen unverzichtbare Werkzeuge, um Prozesse flexibel und dynamisch zu gestalten. Ganz ähnlich wie das bekannte „X“ in der Mathematik fungieren Variablen in Automic als Platzhalter oder Bezeichner für Werte, die während der Laufzeit ausgelesen und übergeben werden. Eine zentrale Konfiguration wird erst durch den gezielten Einsatz von Variablen effizient, da sich Werte so an einer einzigen Stelle verwalten und systemübergreifend nutzen lassen.
Für das Design von Objekten in der Automation Engine gelten klare Formatierungsregeln. Eine Automic Variable erkennst Du an folgenden Merkmalen:
- Präfix: Sie beginnt immer mit einem kaufmännischen Und-Zeichen (
&). - Suffix: Sie endet im Regelfall mit einem Doppelkreuz bzw. Hashtag (
#). - Best Practice: Ein typischer, sprechender Variablenname lautet beispielsweise
&ZENTRALE_QUEUE#oder&EMPFAENGER#.
Temporäre Werte nutzen mit Automic Scriptvariablen
Wenn Prozesse innerhalb der Scriptlasche eines Objekts gesteuert werden müssen, kommen Scriptvariablen zum Einsatz. Diese Variablen werden mittels AE Script (Automation Engine Scripting) direkt im Script-Tab definiert – typischerweise mit dem Befehl :SET.
Der wichtigste Faktor bei Scriptvariablen ist ihre Gültigkeitsdauer:
- Sie speichern temporäre Werte (z. B. Zwischenwerte von Berechnungen oder Schleifenzähler).
- Sie sind nur während der Ausführungszeit des Objekts gültig.
- Nach Beendigung der Ausführung werden die Werte verworfen und sind im System nicht mehr nachvollziehbar.
Wer tiefere Einblicke in das AE Scripting erhalten möchte, findet in unserem umfassenden AE Script Lernpfad weiterführende Schulungen.
Objektvariablen registrieren und Werte vererben
Im Gegensatz zu temporären Scriptvariablen bieten Objektvariablen in Automic einen deutlich erweiterten Funktionsumfang. Um eine Objektvariable zu registrieren, navigiert man im gewünschten ausführbaren Objekt auf den Reiter Variablen und Prompts und wählt die Unterlasche Variablen aus.
Die wesentlichen Vorteile und Besonderheiten von Objektvariablen:
- Persistenz und Nachvollziehbarkeit: Die Werte stehen in direkter Verbindung mit der
RunID. Im Aktivierungsreport sowie in den detaillierten Ausführungsdetails lässt sich auch nach Beendigung der Ausführung exakt nachvollziehen, welcher Wert am Ende gesetzt war. - Dynamische Werteanpassung: Obwohl ein Startwert definiert ist, kann sich der Wert während der Generierungsphase durch AE Script (z. B.
:PSEToder:PUBLISH) verändern. - Vererbung (Parent-Child-Prinzip): Ein Workflow kann seine Objektvariablen an untergeordnete Tasks (z. B. Unix- oder Windows-Jobs) vererben. In den Task-Einstellungen lässt sich präzise steuern, ob alle, nur definierte oder keine Variablen vom Parent geerbt werden sollen.
Achtung bei deaktivierter Vererbung: Versucht ein Job auf eine Variable zuzugreifen, die ihm nicht bekannt ist, bricht die Ausführung mit dem StatusFAULT_OTHERoderENDED_NOT_OKab.
Darüber hinaus sind Objektvariablen extrem praktisch bei der Definition von Conditions (PreConditions und PostConditions) in Workflows. Über die Action Setze Objektvariable kann der Wert einer Aufgabe gezielt für die Laufzeit manipuliert werden.
Benutzereingaben steuern über Promptsetvariablen
Möchte man Daten direkt vom Benutzer abfragen und an die Automatisierung übergeben, nutzt man Promptsets. Ein Promptset ist ein eigener Objekttyp, mit dem sich interaktive Eingabemasken (z. B. mit Textfeldern) für den Endanwender gestalten lassen.
- Die Eingabefelder der Maske werden mit einer Variable verknüpft (z. B.
&VORNAME#). - Bei der Ausführung des Objekts öffnet sich die Eingabeaufforderung.
- Die eingegebenen Werte werden als Objektvariable auf der Ausführung registriert und verhalten sich fortan genauso persistent und vererbbar. Sie überschreiben bei Namensgleichheit die statischen Werte aus der Variablen-Lasche.
Effizientes Arbeiten mit dem Variablenpicker, vordefinierten Variablen und VARA Objekten
Automic erleichtert das Content-Design durch den integrierten Variablenpicker, der in der UI durch das Symbol {&} gekennzeichnet ist. Dieses Symbol signalisiert überall dort, wo es auftaucht (z. B. in Objektattributen, Scripten oder Bedingungen), dass an dieser Stelle mit Variablen gearbeitet werden kann.
Der Variablenpicker bietet Zugriff auf verschiedene Kategorien:
- Vordefinierte Variablen (System- und Objekteigenschaften): Diese Werte sind dem System bereits bekannt und können nur ausgelesen werden. Sie starten immer mit
&$und enden mit#(z. B.&$CLIENT#für die Mandantennummer oder Variablen für das aktuelle Datum in verschiedenen Datumsformaten). - Automationsvariablen & Variablenobjekte (VARA Objekte): VARA Objekte fungieren als zentrale Datenspeicher (vergleichbar mit einer strukturierten Tabelle). Über den Picker lässt sich die sogenannte Bracket-Notation generieren (Syntax:
{VARA.NAME, Key, Spalte}).
Wichtiger technischer Hinweis: Die Bracket-Notation löst sich während der Generierungsphase auf, allerdings nicht innerhalb der Standard-Scriptlaschen. Der Best-Practice-Weg besteht darin, den Inhalt eines VARA Objekts mittels Bracket-Notation zuerst als Wert einer Objektvariable zu definieren und diese Objektvariable dann bequem im Script aufzurufen.
Du möchtest Dein Wissen vertiefen?
Hast Du Fragen zu den verschiedenen Variablentypen oder zur Vererbung in Workflows? Nutze die Kommentarfunktion unter diesem Beitrag! Wenn Du Dich bereits sattelfest fühlst, absolviere den Abschlusstest in unserem Designer Lernpfad und sichere Dir Dein offizielles Zertifikat.
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- Auf PEM werden regelmäßig Tools mit passender Anleitung bereitgestellt. Damit lassen sich Automic-Prozesse noch weiter automatisieren und vereinfachen.
- In regelmäßigen Abständen finden Live-Sessions statt, bei denen wir aktuelle News und bestimmte Automic-Themen besprechen, und Fragen unserer Member beantworten.
Bei normalen Automic-Schulungen steht dir der Trainer ein paar Tage zur Verfügung. Wenn du Glück hast, kannst du vielleicht schon vor der Schulung Input liefern, und wenn du besonders viel Glück hast, dann kannst du in den Wochen nach der Schulung noch 1-2 Fragen nachschießen.
Unsere Mitglieder können uns jederzeit eine E-Mail schicken. Kleine Fragen beantworten wir gleich per E-Mail, größere Fragen nehmen wir mit in die nächste Live-Session und beantworten sie dort. Bei Fragen zu bestimmten Themen steht unseren Membern außerdem die Kommentarfunktion zur Verfügung. Das nennen wir “ganzjährige Automic Betreuung”.
Für die direkte Kommunikation gibt es bei uns die Live-Sessions: 24 Live-Sessions pro Jahr. Admin-Member dürfen bei jedem teilnehmen, Designer bei jedem zweiten, und Operator vier Mal im Jahr. In den Live-Sessions sind Fragen zu jedem Automic-Thema herzlich willkommen! Member haben die Möglichkeit, ihre Fragen vorab zu stellen, damit wir uns auf die Antwort und die Diskussion vorbereiten können.
Außerdem bieten wir sogenanntes Online Consulting. Das sind exklusive Videokonferenz-Session mit unseren Automic-Experten. Das Beste daran: Member, die über ein Kontingent für Online-Consulting verfügen, haben jederzeit Zugriff auf die Kalender unserer Spezialisten, und können dort direkt ihre Sessions buchen.
Enterprise-Kunden haben automatisch ein Kontingent dabei. Alle anderen können das dazu buchen.
Die Membership schließt du immer für ein Jahr ab. Danach verlängert sie sich normalerweise automatisch.
Bis einen Monat vor Ablauf kannst du jederzeit mit einer einfachen E-Mail kündigen. Natürlich kannst du die Membership bereits bei Vertragsbeginn auf ein Jahr beschränken.